Physik-Nobelpreis 2016

Screenshot aus dem verlinkten Video

Der Nobelpreis für Physik wurde heute verkündet; und es sind nicht die Gravitationswellen geworden. Stattdessen wurde die Entdeckung exotischer topologischer Phasenübergänge ausgezeichnet.
Das Thema ist extrem komplex und beinhaltet viele Begriffe, aus denen man einen schönen SciFi-Roman basteln könnte: Vortex, Quantenlöcher, exotische Materie, Quantenmechanik, topologische Phasenübergange …

Wie Physiker so sind, versuchen sie Themen immer möglichst anschaulich zu erklären. Das funktioniert meistens auch ganz gut, nur dieses Mal wurde es dann schon etwas schräg als der Vortragende eine Bretzel, einen Bagel und ein Brötchen auspackte, um die Stabilität eines quantifizierten Vortices zu veranschaulichen – das passiert halt, wenn man solche Veranstaltungen direkt vor dem Mittagessen abhält 🙂

Wichtig sind die Erkenntnisse für die Materialwissenschaft, die bei der Herstellung immer kleinerer Strukturen auf eben solche Phänomene trifft, die die physikalischen Eigenschaften der konventionellen Materialien stark beeinflusst. Versteht man diese Wechselwirkungen, kann man sie nutzen, um neuartige Materialverbunde (z.b. für die Mikroelektronik) gezielt zu designen.
Aber noch gibt es kein Einsatzfeld, aktuell ist es eben „nur“ Grundlagenforschung.

Die Pressemitteilung und weiter Infos finden sich hier:

http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/2016/press.html

Die Verkündung hier (die Brötchen ab Minute 5:15):

 

Die Frist für den Nobelpreis ist traditionell der 01. Februar
und da die Gravitationswellen am 11. Februar vorgestellt wurden,
waren sie für dieses Jahr einfach zu spät.

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